Männer= böse Frau = gut
#16
Für mich gibt es da nur geringfügige Unterschiede.
Der größte dürfte sein das wenn Männer aggro sind ist das meist eine offene Angelegenheit ( damit
meine ich keine körperlichen Übergriffe sondern eher den verbalen Bereich) bei den Damen läuft das
eher versteckt.
Wenn man das negative nimmt geben sich die Geschlechter da nicht viel - Hinterhältigkeit, Neid,
üble Nachrede und dergleichen mehr verteilt sich hüben wie drüben.
Positiv gesehen haben Damen den Bonus Meinungsunterschiede eher ausdiskutieren zu wollen (wenn
auch nicht immer) während Männer da nicht so kompromissbereit sind.
Bei Männern scheint mir der Bonus zu sein das ein Konflikt der entschieden wurde abgehakt ist
und nicht im stillen Kämmerlein weitergärt.
Gilt natürlich nicht für alle und jeden.

Glg
Rhy
Wenn ein Gott diese Welt gemacht hat, so möchte ich nicht der Gott sein.
Arthur Schopenhauer
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#17
(05.12.2019, 01:26)Rhy schrieb: Der größte dürfte sein das wenn Männer aggro sind ist das meist eine offene Angelegenheit ( damit
meine ich keine körperlichen Übergriffe sondern eher den verbalen Bereich) bei den Damen läuft das
eher versteckt.
kenne ich oft auch so. wobei mri da diese direktheit ehrlich gesagt leiber ist als dieses damenhafte, geheimnisvolle "beleidigte leberwurst spielen" im hintergrund. ich möchte immer gerne wissen, woran ich bin.
(05.12.2019, 01:26)Rhy schrieb: Positiv gesehen haben Damen den Bonus Meinungsunterschiede eher ausdiskutieren zu wollen (wenn
auch nicht immer) während Männer da nicht so kompromissbereit sind.
hm... das habe ich subjektiv eher umgekehrt erlebt. zumindest, wenn ich an meine letzte arbeitstelle oder noch davor das praktikum zurückdenke. im praktikum wurde von den grandes dames gern hinterrücks gelästert/gepetzt (anstatt einer direkten klaren ansage, wenn was nicht passte). und die endlos-diskussionen erfolgten dann "stellvertretend" mit den chefs (männr)...^^

lg, asd :-)
"der horizont vieler menschen ist wie ein kreis mit radius null. und das nennen sie dann ihren standpunkt." (albert einstein)
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#18
Zitat:Mir liegen Männer auch mehr, weil sie oft geradliniger sind und direkter. Bei Frauen vermisse ich mehr oder weniger regelmäßig Solidarität untereinander.

Dies ist auch der Grund, warum sie immer noch in vielen Bereichen den Männern gegenüber benachteiligt sind.
das halte ich für quatsch.

denn jede einzige "gleichstellung" wurde von frauen, in solidarischen gemeinsamen kämpfen, lange und sehr hart erkämpft.
die frauen, die für wahlrecht gekämpft haben (in der schweiz gibt es seit 1971 frauenstimmrecht) zB wurden bedroht, geschlagen, verspottet, und bestraft. das konnten sie nur mit biss und solidarität miteinander überleben.
dass vergewaltigung in der ehe überhaupt strafbar oder relevant ist, in deutschland ist das erst seit 1997 der fall, wurde von frauen solidarisch erkämpft, natürlich auch unter hohn, spott, und massiver bedrohung, und natürlich gewalt.
als frauen sich das recht erkämpft haben ein eigenes konto zu eröffnen und ihr eigenes geld zu verwalten (auch in der 2. hälfte des 20 jahrhunderts erst in deutschland) wurde das selbstverständlich auch nicht mit jubeln auf dem roten teppich erlaubt, sondern kritisiert.
die ersten frauenhäuser haben sich nicht gerade freunde gemacht.
dass frauen nicht die erlaubnis ihres mannes brauchen arbeiten zu gehen.
dass es einen mutterschutz iR des arbeitsschutzes gibt.
usw.
das wurde alles in langer politischer agitation von den frauen erkämpft, und das ging nur, weil sie solidarisch miteinander waren. (und ein paar männer haben auch immer geholfen).
es gab immer massive gegenwehr und gewalt dagegen. diese gegenwehr und gewalt ging auch immer nicht nur von männern aus, sondern auch von den frauen, die sich mit dem bestehenden system arrangieren und das beibehalten wollen.
diese gegenwehr gibt es heutzutage immer noch. noch in diesem jahr werden zB frauen sich sich über sexuelle belästigung "beklagen" ja verhöhnt und verspottet und die augen verdreht.

das heisst für mich: der grund warum wir überhaupt diese rechte haben, liegt an der solidarität unserer vorgängerinnen. und der grund, warum es benachteiligung gibt, an der gegenwehr gegen veränderungswünsche.

es gibt sicherlich gesellschaftliche unterschiede in der gefährlichkeit
zB ist es ja statistisch einfach so, dass der größte teil der morde, autounfälle (mit todesfolgen), schweren körperverletzungen durch männer verursacht werden. und dass weiterhin pro jahr viele frauen von ihren männern und exmännern ermordet werden.
und dass es so kommunikationsunterschiede gibt wie kommuniziert wird, ist auch so. zb ist es so, dass in den meisten gesprächen unter gemischten gruppen mit männern und frauen, männer die gespräche zeitlich den weitaus größeren redeanteil haben. automatisch bekomme ich weniger mit, was die frauen wirklich denken.
was für den einzelnen sich dann gefährlicher anfühlt ist ja typ oder ermessenssache.

lg,
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#19
Hallo chamzi,

wir müssen ganz sicher nicht immer die gleiche Meinung haben wie unsere Vorredner, aber ich möchte dich bitten, die Äußerungen und Sichtweisen anderer Mitglieder respektvoll zu behandeln und nicht als "Quatsch" abzuwerten. Zur Solidarität gehört auch Toleranz, und zwar nicht nur unter Frauen.

LG Celestine
Be Yourself. Everyone else is already taken. (Oscar Wilde)

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#20
hallo,

abwertend... hm, ja, ok, das ist nicht gut !

liebe ungestyme - denn an dich hatte ich das wort ja geschrieben - auf keinen fall, als ich das wort "quatsch" benützt habe, habe ich so etwas gemeint wie: du bist oder denkst dumm, oder blöd, oder schlecht.

im gegenteil !
denn ich kenne genau den gedanken, den ich von dir zitiert habe, von mir selbst sehr gut !
der gedanke : der grund, warum uns gewalt angetan wird, oder unrecht, ist dass wir uns nicht gut genug verhalten (also: selbst schuld sind).

ich war so vehement gegen diesen gedanken und so klar, eben WEIL ich den gedanken auch kenne, er sehr verbreitet ist, (und ich daher niemals eine person abwerten würde, die den gedanken hat, vor allem gegen sich selbst gegenüber),
aber gerade deswegen wollte ich da so ganz ganz stark dagegen schieben.
und eine mögliche gegendarstellung anbieten.

ich hoffe du konntest ein bisschen davon auch in dem beitrag lesen oder wahrnehmen.
wenn nicht, muss ich mich entschuldigen, denn dann ging der effekt, den ich wollte (mich schützend davor stellen) ja gerade in die falsche richtung.

lg,
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#21
Ich habe gar kein Problem mit deiner Meinung. :)

Der Lebensgeist der Menschen ist so schwer zu läutern und so leicht zu verschmutzen wie eine Schale Wasser. (Lao Tse)


Zen-Weisheiten
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#22
Früher hatte ich Probleme mit der Wahrnehmung von Männern. Ich fand sie alle auch schlecht. Später konnte bei mir das weibliche Geschlecht nicht wahrgenommen werden. Jetzt gehen mir alle auf die Nerven.
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#23
Hm, ja. Ein Thema bei mir. Männer sind schlecht und für das Übel der Welt verantwortlich. Auch heute noch werden Frauen in fast allen Ländern der Welt massiv benachteiligt.

Ich weiß gar noch nicht, ob das mit meinen Erfahrungen zu tun hat. Oder woher genau dieser, ich glaube in dem Forum kann ich das so sagen dass es verstanden wird, woher dieser Männerhass kommt.
Denn rational hasse ich Männer natürlich nicht. Ich habe natürlich auch männliche Kollegen, die ich mag. Und ich hatte in der Vergangenheit immer wieder männliche Freunde, von denen ich mich nicht bedroht fühlte.
Ich kann mich in meiner Familie an Gehässigkeiten von Frauen erinnern. Männer waren in meiner Erinnerung nie gehässig, gemein oder böse, oder gar gewalttätig sondern immer nett, lieb.

Außer...
Show ContentSpoiler:

Naja. So jemand das Thema #metoo, Gleichstellung, Gewalt gegen Frauen usw. auf den Tisch bringt, bin ich emotional ganz schnell raus...
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#24
Ich denke, nahezu alle wissen rational, dass Gut und Böse bei allen Geschlechtern vorkommen.

Bei manchen Erfahrungen ist es dann aber so, dass die Gefühle alles andere erdrücken. Ich hatte sehr schlechte Erfahrungen mit beiden Geschlechtern, meine Erzeugerin auf der einen Seite und dann später eine andere Person. Eventuell hat diese - doof ausgedrückt - "Ausgeglichenheit" dazu geführt, dass ich nichts am Geschlecht fest mache.

Letztlich ist man von dem geprägt, was man erlebt hat. Aber es ist immer gut, wenn man es schafft, eine Person erst einmal unabhängig vom jeweiligen Geschlecht zu sehen. Gut, aber manchmal natürlich auch schwer.
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#25
Da bin ich mir nicht sicher. Denn ich habe auch schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht.

Aber wenn ich mir die politischen Situationen ansehe, den steten Kampf der Frauen um Gleichstellung und da tiefer in die Materie gehe (manchmal ist mir ein sachlicher Abstand möglich), dann zeigt sich doch schon ein sehr patriarchales Bild. Und das lässt mein Stolz nicht zu. Da werde ich wütend, unabhängig davon, welche, eventuell negativen Erfahrungen ich mit Frauen gemacht habe.


Gewalt an Frauen
Show ContentSpoiler:

Denn eines ist uns allen gemein. Internalisierte Frauenfeindlichkeit. Und ja, das unterstelle ich sogar reflektierten Frauen, denn auch eine Feministin wie ich ist davor nicht gefeit. Viele Dinge merke ich ja selbst erst, wenn ich drüber nachdenke, reflektiere. Warum ist die Handlung oder Aussage eines Mannes ok, während dieselbe Handlung oder Aussage einer Frau irgendwie irritierend ist. Das ist so tief in der Gesellschaft verwurzelt und ich werde müde. Momentan haben wir einen ziemlichen Backlash.

Aber ja, einzelne, individuelle Erfahrungen tragen dazu bei, wie sehr man emotional dabei argumentiert, diskutiert.
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#26
Hi Westhai

Die Zahl aus dem Spoiler ist in der Tat erschreckend. Und wenn man die Welt insgesamt betrachtet auch.

Es ist unter Frauen vielleicht nicht direkt Feindlichkeit, aber oft hat man den Eindruck, dass Frauen sich untereinander heftiger kritisieren als es Männer tun. Die Frage, warum das manchmal so ist, hat dan sicher mehr als nur eine Antwort.

Alles Gute

Jo
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